TCM

Was ist Traditionelle Chinesische Medizin?

Hierunter versteht man eine präzise übermittelte Tradition, deren Konzepte über mehr als 2000 Jahre hinweg angedauert haben. Sie sind weitaus mehr als nur chinesisch, und können als universell verstanden werden.

Ursprünglich war diese Tradition keine Medizin, sondern ihre Texte handelten davon, wie der Mensch, in Bezug auf das ihn umgebende Universum leben und sein sollte. Erst im Laufe der Zeit entwickelte sich der Gedanke der Prävention möglicher Krankheiten und schließlich Konzepte, wie man diese behandeln könne.                  

Hierfür wird der Mensch als ein Mikrokosmus verstanden, als ein energetisches Wesen, von einem Makrokosmus umgeben. Alles, was im Kleinen geschieht, kann auch im Großen wiedergefunden und interpretiert werden. So, wie das Wasser unterschiedliche Qualitäten hat - beginnend an einer Quelle, zum tosenden Strom anwachsend bis hin zum Erreichen des Meeres - durchfließt den Körper das "Qi", die Lebensenergie. Dieses Qi benutzt Kanäle, die sogenannten Meridiane. Orte mit verschiedenen Qualitäten lassen sich auf diesen Bahnen lokalisieren. Sie werden als Akupunktur- oder auch Resonanzpunkte bezeichnet.

Um festzustellen inwiefern eine Störung dieses Energieflusses besteht, ist neben dem Gespräch, die Antlitzdiagnose, Zungen- und Pulsdiagnostik von Bedeutung. Daraufhin kann dann eine individuelle Therapie begonnen werden. Durch Akupunktur (Stechen mit feinen Nadeln), Moxibustion (Wärmetherapie), lokale Massage oder Qi Gong (Atem- und Bewegungsübungen) kann diese Energie wieder ins Fließen gebracht werden. Auch eine Betrachtung der Lebens- und Ernährungsweise aus östlicher Sicht ist hierbei hilfreich, denn dadurch erhält der Patient die Möglichkeit, auf seinen Weg der Gesundheit aktiv zurückzugelangen.